Friday, June 27, 2014

Cristallo - OJD und YJD on tour...

Text oben: von Markus; Text unten: von Chris

Markus:

Wohin? Was wollen wir unternehmen? Wann? Das sind die quälenden Fragen am Mittwochnachmittag. Chuenisberg? Geht nicht! Falken? Keine Lust! Alpen? Zu weit weg. Das Wetter? Perfekt für eine Alpentour. Celsius? Zu viele um im Basler Jura zu klettern. Oder doch Alpen? Nein. Alternativen? Hmmm. Träume? Viele! Geheime Projekte? Noch mehr! Abgeschriebene Träume und Projekte? Noch viel mehr. Hmmm. Was machen wir denn nun an diesem Donnerstag? Zusätzliche Einschränkung: 18 Uhr wieder zu Hause. Hmmm. Langsam gehen die Ideen aus. Oder doch Falken? Nein. Das gibt die Idee, im Ausschlussverfahren die Gebietswahl einzuschränken. Basler Jura: eher weniger, da es zu warm wird. Etwas weiter weg? Hmmm. Was gibt es denn da Schlaues? Ach ja. King Way. Das ist so eine Kombination aus Traum und Projekt. La Sensass? Dafür einen Tag aufwenden? Eher weniger. Die Wettervorhersage ist zu gut. Doch eine Tour in den Alpen? Hmmm. Hintisberg? Dort hätte ich noch ein paar Projekte übrig. Das würde gerade so gehen bei all den gegebenen Restriktionen. Früh los, hochtigern zum Einstieg, Klettern und um 15 Uhr wieder nach Hause. Könnte passen. Hintisberg? Hmmm. Eher weniger! 30 Minuten Anmarschzeit, das muss noch reduziert werden. Weiter suchen! Gotthard? Oh! Dort war ich letztes Jahr im „Bijou“ unterwegs und erlebte eine Demütigung der Extraklasse. Trotz deutlich mehr Bohrhaken kam ich in der dritten Seillänge nicht weiter und musste kapitulieren. Ein müdes Hirn mag keine rutschige 6a-Platte 3 Meter über dem letzten Bolt klettern. Das geht einfach nicht. Schöllenen? Ja, das wäre was.

Salbitschijen - Turm II 
Noch mitten in den Überlegungen trifft die Nachricht ein: Cristallo. Yes! Ein 14 Jahre alter Traum soll in Erfüllung gehen. In wenigen Sekunden ist alles geregelt. Am Donnerstag, 26. Juni 2014 morgens um 06:30 treffen wir uns und, wie immer in solchen Momenten, gefühlte 20 tausendstel Sekunden geht die gemeinsame Fahrt weiter. Ziel ist die Route „Cristallo“ am Sandbalm. Der Sandbalm liegt im Vorabtal, ein Seitental des wunderschönen Göscheneralp-Tales. Die Fahrt geht flott voran, keine Staus aber auf mindestens 100 Kilometer wegen Baustellen auf 80 km/h beschränkt. Komisch ist, dass auf diesen Baustellen niemand arbeitet. Manchmal wünschte ich mir die chinesische Tüchtigkeit in der Schweiz. 2007 in Tibet erlebte ich, wie dort innerhalb von 2 Wochen 40(!) Kilometer Strasse aus dem Nichts gestampft wurden. Gut, der Vergleich hinkt etwas, aber bezüglich Effizienz im Strassenbau könnte die Schweiz von anderen Ländern durchaus noch etwas lernen. Da besteht noch Potenzial. Oder geht es nur ums Geld?

Wir biegen ins Göscheneralp-Tal ein und erleben was es bedeutet, diese wunderschöne Gegend besuchen zu dürfen. Immer wieder bin ich von der Schweiz und deren Schönheit fasziniert. Prachtvoll leuchten die grünen Wiesen im warmen Sonnenlicht, die Blumen blühen, es ist einfach herrlich. Genuss pur! Kurz darauf parkieren wir das Auto in der Vorab-Kurve, steigen aus und – brrr – geniessen die 12 ½ Grad. Herrliches Wetter lädt zum Klettern ein, keine Wolke weit und breit. Wir haben eine gute Wahl getroffen. 20 Minuten später stehen wir beim Einstieg der Route. Eine Plakette markiert den Einstieg.

Einstieg der Route
Es geht los. Heute habe ich einen absoluten Genusstag vor mir. Der junge Jura-Saurier ist am scharfen Ende des Seiles. Beide Jura-Saurier zusammen im Granit – das hat es noch nie gegeben. Und wie das immer so ist, die ersten Meter – oder besser – Seillängen auf dem Granit lassen einem gestandenen Saurier das Blut in den Adern gefrieren. Trotz guter Absicherung ist es immer ein unsäglich grauenhaftes Gefühl, das Knirschen unter den Schuhsohlen zu hören, wenn der Gummi nicht ganz sauber und/oder der Tritt noch mit einem mikrokleinen Steinchen belegt ist. Da kommt immer leicht Panik auf, denn in solchen Situationen ist der nächste Bolt mindestens unerreichbar weg und die Aussicht auf einen Abgang in den 3 Meter tiefer gelegenen Bolt lässt den Adrenalin-Pegel im Blut deutlich ansteigen. Es sieht so aus, als ob wir die ersten Begeher der Route in diesem Jahr sind. Überall liegt Gras, welches vom Schmelzwasser über die ganze Wand verteilt wurde. Die Tritte, Griffe eher weniger, da es kaum welche hat, müssen aus der Kletterstellung heraus geputzt werden. Wir kommen zügig voran, ich fühle mich pudelwohl. So steigen wir Seillänge um Seillänge höher und sind bald am Ende der 6. Seillänge angelangt. „Cristallo“ wird mit 9 Seillängen angegeben. Bis ins Jahr 2012 waren 6 Seillängen saniert, ab sofort sollten auch die nachfolgenden Längen saniert sein. So ist es auch. Überall glänzen neue rostfreie Bohrhaken. Toll, wir können die 9 Seillängen klettern! Die 7. Seillänge hat es dann in sich. Ich weiss nicht, wie ich ohne Zuhilfenahme der Stoffgriffe je da hochgekommen wäre. Gott sei Dank geht das Seil nach oben und meine vom harten Chuenisberg-Training gestärkten Muskeln bringen mich mit ganz viel Glück und noch mehr Zug aus dieser Zone. Schade ist, dass die Originalroute nicht saniert wurde. Sie wäre viel schöner zu klettern und würde der Route ihre Homogenität lassen. So aber ist es aus meiner Sicht ein etwas unnötiger Hartmacher und jeder der diese 7. Seillänge schafft, ist ein Spitzenkletterer – ob mit oder ohne Zuhilfenahme der Bohrhaken.

Cristallo
Ich hänge am Stand am Ende der 8. Seillänge und schaue mir die Routenführung von Seillänge 9 an. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das richtig schwer werden wird. Und mit richtig schwer, meine ich richtig schwer. Chris steigt ein und ich kann ein weiteres Mal Kletterkönnen, Klettertechnik und Sicherungstechnik in Perfektion vom sicheren Stand aus geniessen. Phänomenal wie er elegant durch diese als unkletterbar erscheinenden Stellen klettert. Er findet überall Tritte und Griffe und ich präge mir diese so gut wie möglich ein. Ich kann mich während dem Klettern gut an die Lösungsansätze von Chris erinnern, adaptiere sie so gut wie möglich und so wird Seillänge 9 nicht das erwartete Desaster.

Am Ende der 9. Seillänge sehen wir die 10. Seillänge von „Cristallo“. 10. Seillänge? Ja, es stecken Bohrhaken im Fels und wo es Bohrhaken gibt, da gibt es auch einen Weg. Chris klettert auch diese Seillänge fehlerfrei. Sensationell! Am Ende der 10. Seillänge hängt ein grosses Bündel Bohrhaken und 2 weitere Standplatz-Plättchen. Es wird wohl noch eine 11. und 12. Seillänge von „Cristallo“ geben.

Mit unseren 60-Meter Seilen ist die Abseilfahrt über die perfekt eingerichtete Abseilpiste eine wahre Wonne und dank den Seilen können wir 2 Abseilstellen auslassen und so viel Zeit sparen. Am Standplatz harmonieren wir wie ein seit Jahrzehnten eingespieltes Team, obwohl es unsere erste gemeinsame Mehrseillängen-Tour ist. So sind wir sehr effizient und schon bald packen wir die Rucksäcke, steigen zum Auto ab und sind ohne Stau in etwas mehr als 1½h zurück in Basel.

Sandbalm
Heute Freitag sitze ich wieder im Büro und denke mit grosser Wehmut an den gestrigen Tag zurück. Wie wundervoll ruhig war es doch im Tal, kein von Menschen gemachter Lärm und keine Hektik, einfach nur Leben, Fokussierung auf den aktuellen Moment. Keine Gedanken an das was-wäre-wenn und keine Gedanken in die Zukunft oder Vergangenheit. Den Moment des Hier und Jetzt können wir voll geniessen. Während des Höhersteigens begleitet uns das ununterbrochene fröhliche Rauschen des Baches von tief aus dem Tal, Schwalben zeigen uns ihre Flugkünste, wir können uns konzentriert unserer liebsten Tätigkeit widmen. Wir können das Leben in vollen Zügen geniessen und eine wertvolle und unauslöschbare Erinnerung erschaffen. 

Es sind diese Guerilla Nacht- und Nebelaktionen, die ich so unendlich liebe und die meines Erachtens höchsten Erlebnisgehalt bieten. Diese Erlebnisse bleiben definitiv tief im Herzen und im Kopf hängen und bilden die Basis für eine gute Erinnerung. Während ich diese Zeilen schreibe stelle ich mir vor, dass ich - sagen wir mal in 15 Jahren (ich bin dann schon pensioniert und habe viel Zeit) - mich mit Chris am Chuenisberg im November bei kühlen Temperaturen treffe und wir über genau diese Nacht- und Nebelaktion aus dem Nichts unterhalten und uns an die gute, tolle und erlebnisreiche Felsfahrt am Sandbalm erinnern werden. Ja, so könnte vielleicht werden. Und gleichzeitig werden wir eine neue Nacht- und Nebelaktion planen...
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Chris:


OJD ist in Topform. Der Chuenis hat ihm in seinem dritten Frühling derart Flügel verliehen, dass er den Blicken von uns schwerkraftgebundenen Erdenwürmern mit Leichtigkeit entlang den Felsen entschwebt und Projekt um Projekt punktet.
YJD ist verletzt. Er wähnte sich kurz in höchsten Sphären, doch gleich Ikarus im Überschwang zu nah an der Sonne erfolgte der Absturz brutal in Form einer Zerrung im  Caput Longum des Trizeps nach einem Zug zu viel während einer Trainingssession im B2. Eine normale Kletterbewegung, ein Klimmzug – Fehlanzeige! Verdikt Pause und nach Hobby-Kletterdoktor-Anamnese in die sanfte Home-Reha. Dabei hängen doch seine Expressen so schön in einer nächsten Traumroute in Gimmelwald…
Doch OJD und YJD haben schon lange für einen Donnerstag abgemacht. Dieser Tag muss sein, haben sie sich doch schon lange nicht mehr gesehen, da gerade jeder seine eigenen Brötchen am Fels bäckt…


Ja, ich wollte mit Markus etwas unternehmen – trotz Verletzung. Dabei konnte ich mir nicht vorstellen ein attraktiver Kletterpartner zu sein, wenn ich mich am Fels kaum bewegen kann. Also gab ich ihn frei. Doch er beharrte auf dem gemeinsamen Tag. Nach einigem Hin- und Her von ein paar wuchtigen Datenpaketen via einem sozialen Netzwerk entschlossen wir uns zur Tat. Nun denn, was tun? Als Kletterer stelle ich mir immer Wunderheilungen vor – so wie dies echte Gottgesandte durch Handauflegen auf die wunde Stelle an einem kranken Körper tun. 


Heilung durch Handauflegen? Das muss es sein…


Markus in L3
Im flachen Gletscherschliff des Urner Urgesteins ist Klettern nur durch Handauflegen möglich. Ich hasse zwar Reibungsklettern, da mich das Knirschen von Kristallkrümeln, Flechten, Moos und Dreck unter den Schuhsohlen 5 Meter über dem letzten Haken psychisch ziemlich ablöscht. Aber flache Platten fordern keinen Oberarm, also kann dieser abheilen. Nachher tun zwar die Waden weh und das Gefühl wirklich geklettert zu haben, will sich am Abend auch nicht einstellen. Egal! Am Mittwochnachmittag als über Basel ein düppiges und drückend warmes Kleid lag, hatte ich die Vision vom Baden in einem Bergbach. Als Kulisse fällt mir dann immer das Göschenertal ein. Das ist schon schön dort! Und ich war schon sehr lange nicht mehr in den Urner Alpen. Die Wahl fiel auf 'Cristallo', eine Route mit nur 15 Minuten Zustieg und ausserdem mit ein paar sanierten Seillängen, wie ich dem hübschen Blog Rauchquarz entnehmen durfte. Das war interessant, zumal ich vor über 15 Jahren zwei Mal an der Route gescheitert war: einmal wegen ätzender Nässe in den Rissen und auf den Platten sowie ein zweites Mal, als ich mit Schrecken in der vierten Seillängen über verrostete Ringbolts kletterte und den noch schlimmer verrosteten Stand an einem Bolt sah. So mies und im Kopf das Bild von vollkommen durchgerosteten und über die Hälfe weggeätzten Dübeln, welche ich kurz zuvor im Gneis des Schwarzwaldes anlässlich einer Sanierungsaktion gezogen hatte. Diese Bolts in 'Cristallo' waren sogar noch älter. Die 6b-Platte on sight gezogen kletterte ich diese kurzerhand onsight auch wieder ab. Niemals hätte ich an diesen Haken abgeseilt.

Markus in L10

Nun schien der Climb ein ideales Ziel zu sein. Ich wusste von sechs sanierten Seillängen. Eine schnelle Sache dachte ich mir. So ging es zuerst auch. Die ersten Seillängen gelangen mir und Markus zwar mit etwas Anlaufschwierigkeiten - insbesondere mir, da ich Kalküberhänge gewohnt bin - aber trotzdem recht zügig (6b/6a/5c/6b/6a/5c). Etwas lästig nur der Schmutz auf wichtigen Reibungstritten und so manchen Leisten. Im kompletten Vorstieg hatte ich da etwas das Nachsehen, Markus gut gesichert und mit sauberer Route dafür die helle Freude. Unverschämt gleichgültig und mit einem Lächeln im Gesicht tänzelte er über den Gletscherschliff. Schnell und effizient macht er das. Erst gegen Ende der Route erfahre ich, dass er noch nie eine so lange und schwere Multipitch geklettert ist. Chapeau, OJD! 

Doch dann kam sie doch noch, die Genussbremse: die siebte Seillänge. Freundlich lächelte sie mich mit nagelneuen, blitzenden Bolts an. Aha, also auch saniert. Die zweite 6b-Länge laut Topo. Denkste! Da wurde eine neue Seillänge rechts der Originalen kreiert. Für mich als Reibungskletter-Flasche fast ein Hauch zu viel und mit meinem kaputten Arm zu steil. Zwischen zweitem und drittem Bolt auch noch mit richtig anspruchsvoller Kletterei. Rutschen is nich… sonst gibt's einen ziemlichen Sturz in die Verschneidung darunter und dann mit anschliessendem unkontrollierten Pendel. Etwas zögerlich und ängstlich erreichte ich den oberen Teil der Länge und da war es dann geschehen: In so einem Gelände kann ich mich nicht bewegen. Keine Ahnung was ich da machen soll. Bewerten? Für mich unmöglich. Ich musste gar einmal einen Bolt p.a. zu Rate ziehen. Von Homogenität der gesamten Route keine Spur mehr. Reibungsbouldern ist angesagt. 
OJD und YJD on Top

Am Stand angelangt, entdeckte ich die rostbraunen Bolts der Originallänge. Im Toprope nahm ich diese unter die Füsse. Ebenfalls schön mit ganz tollen Felsstrukturen und easy zu klettern! Da gehören auch ein paar Bolts rein! Einfach so als Tipp! Sonst vielen, vielen Dank liebe Sanierer. Ohne euch wären wir heute gar nicht erst oben angekommen und safe wieder abgeseilt! Als jemand der selber gern die Bohrmaschine schwingt, weiss ich nur zu gut um den Einsatz und Aufwand des Einrichtens oder Sanierens... 

Oben gab es noch drei weitere Längen, die vorletzte sogar recht anspruchsvoll. Obwohl nicht schwer, aber mit Stemmkletterei entlang einer spitzen Verschneidung, die man selber absichern muss. Die letzte Seillänge dann ebenfalls neu begradigt. Die dreckige Verschneidung der Originallinie links lässt man da gerne aus. Noch einmal gut 6b und am Ende etwas viel Grün, doch dann der finale Stand mit einem Bündel Bolts, die darauf warten, dass die Linie bis ganz oben an das Ende des Cliffs weitergezogen wird. Also müssen wir dann noch einmal dorthin? Das Kapitel 'Cristallo' ist wohl noch nicht endgültig und möchte offenbar weitergehen…
 

Wednesday, June 11, 2014

Bye bye my Hilti...

von Chris

Da geht sie nun dahin... Weit über hundert Erstbegehungen, darunter zwei Mehrseillängen in den Alpen und dass meiste in Tüfleten, Falkenfluh sowie Muggeberg saniert und Vieles andere mehr... nun geht sie verkauft im Baugewerbe in Pension... Bye, bye my Hilti!


Doch die Geschichte wird weitergehen. Bald werdet ihr mehr hören... ich führ noch einiges im Schilde... :)

Tuesday, May 27, 2014

Update


von Markus

Jahrelang bin ich in Pratteln vom Steinenweg hinunter zur Hauptstrasse gefahren und immer las ich folgenden Schriftzug an einem der wenig übrig gelassenen alten Häusern:

Es eilt die Zeit
Mensch, sei bereit

Die Zeit, sie eilt wirklich und ich bin nicht annähernd bereit. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass mein letzter Eintrag vom Januar 2014 datiert und meine Begehung der „Illusion“ im Pelzli unter Einfluss von Heavy Metal beschreibt.

Der Januar war kühl
Es ist seit Januar viel gelaufen, wenn auch nicht die grossen spektakulären Sachen. Die „Illusion“ war mein Projekt für das Jahr 2014. Dass ich die Route gleich im Januar werde klettern können, hat mich doch überrascht und so habe ich mein Jahresziel viel zu früh erreicht. Wie immer nach einem Projekt, fällt es schwer neue Herausforderungen zu finden. Mehr aus Verlegenheit denn als Projekt konnte ich überraschend schnell die „Realität“ gleich links von der „Illusion“ klettern. Auch versuchte ich mein Glück in der Route „s’Vreni“, aber ich kann die untere leichtere Schlüssel-Stelle nicht klettern. Ich weiss nicht, wie das geht. Das ist aber auch gut so, denn so habe ich definitiv mindestens einen Grund, im Herbst/Winter 2014/2015 wieder ins Pelzli zu gehen und kann dort wieder den Jura-Saurier spielen. 

Mit Chris verbrachte ich wiederum ganz spannende Klettertage an der Parois, wo ich das erste Mal seit bald drei 3 Jahren in einer Route mit dem Schwierigkeitsgrad 6c unterwegs war. Es sieht gut aus, ich muss noch etwas an der Performance üben, aber die Route sollte gehen. Stay tuned. 
Stil-Leben an der Paroi des Romains
Im Februar, die Wettervorhersage für den Basler Jura war grässlich, überredete mich Heike zu einem Trip nach Interlaken an den Bockstor. Vor vielen Jahren war ich schon einmal dort und hatte den Ort als finster und düster in Erinnerung. Deshalb machte ich seither einen etwas grösseren Bogen um den Klettergarten. Gut, das ist auch sehr einfach, denn es braucht schon etwas Einsatz und Wille, um vom Basler Jura über die mit Hass-Liebe erfüllte Autobahn bis nach Interlaken zu fahren. 

Bockstor bei Interlaken
In der Regel ist man ja auf der Strecke nicht ganz alleine unterwegs. Aber an diesem Samstag war es aber tatsächlich so. Zu meiner Überraschung ist der Klettergarten nicht mehr dunkel und düster, sondern wunderbar hell und freundlich. Allerdings mussten dafür viele Bäume ihr Leben lassen. Herrliche Kletterei in bombenfestem Fels erwartete uns und ich hüpfte vor Aufregung über dieses tolle Klettergebiet nervös herum. Ich konnte viele Routen klettern und es machte einfach Spass, sich in so fantastischem Fels und bestens abgesicherten Routen zu bewegen. Die Aussicht hinüber auf Eiger, Mönch und Jungfrau rundeten diesen Trip einzigartig ab.

Einmal mehr war die Wettervorhersage für meinen Kletter-Samstag katastrophal, aber die zwei Jura-Saurier liessen sich nicht davon abhalten, trotzdem zusammen klettern zu gehen. So geschah es, dass ich bei strömendem Regen zum ersten Mal in meinem Leben den etwas abenteuerlichen Weg hinauf zum legendären Muggebärg unter die Füsse nahm. Bevor wir nur einen Meter kletterten, entwickelten wir den theoretischen Ansatz, was wohl Aliens in ein paar Jahren denken werden, wenn sie am Muggebärg die vielen Bohrhaken sehen. Sie werden sofort zum Schluss kommen: Kultstätte! Und mit den Ringen in der Wand versuchten die seinerzeit lebende Spezies die Energie in der Höhle zu bündeln. Wir kugelten uns vor Lachen, es waren herrliche und unbeschwerte Stunden mit ganz vielen Kletterabenteuern und Plänen für die Zukunft. 

Dritter Frühling
Im frühen Frühjahr wechselte ich nach langem Überlegen wieder einmal an die Schauenburg. Es hängen ja noch derart viele „Säcke“ rum, ich habe latent den Verdacht, dass ich diese bis zum Ende meines Kletterlebens nicht mehr erledigen kann. Zusammen mit Roland und Andrea verbringe ich wunderschöne, entspannende und zugleich spannende Stunden am Fels. Ich gehe die „Säcke“ an und kann einen nach dem andern abräumen. Mit viel Üben gelingt mir die Route „Dritter Frühling“. Nomen est omen! Endlich freunde ich mich mit der Kletterei an der Schauenburg an und es ist tatsächlich so, dass mit jedem erledigten Sack mehr Freude über dieses Klettergebiet hoch über Liestal zurückkehrt. Einmal mehr stimmt der Satz: „Mind over Machine“. Wenn das Hirn sich in etwas verrannt hat, dann ist es unheimlich schwierig, die Situation nochmals sauber zu analysieren und die notwendigen Schritte zu unternehmen und den Gedanken und gefundenen Lösungen auch effektive Taten folgen zu lassen. Dank der unendlichen Geduld von Roland und Andrea ist mir das für die Schauenburg nach langer Zeit gelungen! Seither besuche ich bevorzugt diesen Klettergarten.

Und dann kam der Tag, an dem ich nach Jahren wieder einmal zusammen mit dem jungen Jura-Saurier an den Chuenisberg ging. Eigentlich hatte ich immer eine ausgezeichnete und schöne Zeit am Chuenisberg, aber die Routen sind alle derart brachial hart für mich, dass ich den Chuenisberg als für mich „abgeklettert“ taxiert hatte. Zusammen spazierten wir gemütlich durch den ruhigen Wald zur „Ravage“ und da wir uns schon eine lange Zeit nicht mehr gesehen hatten, wussten wir viel zu berichten. Bald schon standen wir unter diesem Epoche machenden Überhang mit so klingenden Namen wie  „Ravage“ oder „Enfant de Bohème“. Ok, ich wusste ja, dass ich in diesem Überhang nichts zu suchen hatte und so ging die Routensucherei für einen alten Mann wie mich los. Und siehe da, wir wurden innerhalb von Minuten fündig. Links neben der bekannten Route „Zur blauen Rebe“ hat Chris vor einigen Jahren die wunderschöne Tour „Lost Causes“ der DKKS-Klasse eingerichtet. Ich geniesse den Luxus, diese Route nicht selber einhängen zu müssen, denn zusätzlich zum Einhängen des Top-Ropes für mich, reinigt Chris noch die ganze Route. Ist das nicht einfach sensationell? Formel-1 Service der Spitzenklasse nenne ich das. Da passt alles haargenau. DKKS? DKKS steht für: die klätteret kei Sau. Nach etwas Üben gelingt mir diese Route im Vorstieg noch am gleichen Tag und ich weiss, dass ich nun noch lange nicht alles am Chuenisberg geklettert habe. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den Chuenisberg.

Am Mittwoch, 21. Mai 2014 war ich, auch wiederum nach langer Zeit, wieder einmal im Albtal unterwegs. Zusammen mit Matthias und Viktoria, wir haben uns seit über 2 Jahren nicht mehr gesehen, verbringe ich interessante Stunden in einem restlos überfüllten Klettergarten und kann 1 Projekt im ersten Go abschliessen und eine zweite Route an diesem Abend onsight klettern. Wie sagt man dem in neudeutsch? I’m so psyched!

Mein treuer Freund Roland
Und zu guter Letzt konnte ich am letzten Samstag den „Schrägriss direkt“ mit dem Tiwanacu-Einstieg an der Schauenburg klettern. Bewertung: Old-Style. Mit einem freien Kopf und Freude im Herzen ist diese Route eine richtig schöne Kletterei und nicht die abgespeicherte Murks-Route. 

Wenn nicht der innige Wunsch die „Illusion“ zu klettern und ich nicht von so guten und starken Freunden umgeben gewesen wäre, ich hätte dies alles nicht erleben dürfen. Ich wäre mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit vergangenen Winter dem Klettern verloren gegangen. Zum Leid von einigen und zur Freude vieler. So aber hat mich mein unerwartet früher Erfolg in der „Illusion“ zu neuen Ufern, neuen Abenteuern und unendlich viel Freude und Spass in der freien Natur gebracht.

Sunday, April 27, 2014

Abregenief, il etait une fois un rêve...

von Chris

St. Lèger du Ventoux
St. Lèger ist ein besonderer Ort – ein Kraftort. Nicht weil die Powerrouten dort Kraft ziehen. Nein, weil es ein Ort ist, der besondere Kraft spendet. Den etwas Eigenes umgibt, wie eine Aura. Es sind dies die Stille, die besondere Topografie mit dem Gefälle vom Gipfel des Mont Ventoux bis hinab in das Wasser des Toulerenc, ein Fluss, der sich dramatisch durch das Tal mäandert. Doch das Tal wirkt nicht eng, der Blick gleitet in die Weite. Man sieht kaum ein Haus, nur das kleine Dörfchen mit dem gleichlautenden Namen. Es gibt keinen Strassenlärm. Stille und Kraft – zwei Komponenten, die zusammengehören. Dies ist zumindest die Erfahrung, die sich machen lässt, wenn man den Luxus hat, nicht gerade an Feiertagen wie Ostern oder Pfingsten oder an einem sonnigen Wochenende im Frühling oder Herbst unterwegs sein zu müssen. Es kann voll werden.

Doch selbst dann verteilt sich die Menge über die unglaubliche Anzahl Climbs. Ein Run wie in anderen Modegebieten findet nicht (mehr) statt. Eigentlich kann man sagen, dass St. Lèger mehr oder weniger out ist. Das mag mehrere Gründe haben. Vielleicht, weil in den unteren Graden der Fels nicht immer der Beste ist. Vielleicht, weil gerade in den oberen Graden die Bewertung oft sehr streng ist. Vielleicht, weil die Runouts gelegentlich recht weit sind. Vielleicht, weil es keine 9a's gibt. Das Gebiet hat also ein bisschen noch etwas vom Feeling wie in den achtziger und neunziger Jahren. Genau richtig für Jurasaurier… da fühlen sie sich wohl. Sie erkennen sich wieder in den in die Jahre gekommenen Routen und Bolts.

Josép in Abregenief 8b
Immerhin sind doch gewisse Bemühungen auszumachen, dem Gebiet neues Leben einzuhauchen. So blitzen in manchen Climbs neue Bolts und insbesondere ein Grüppchen aus Grenoble um Antonin, Guillaume und Quentin haben sich aufgemacht, zwischen den bestehenden Klassikern richtig gute neue Linien zu finden oder Extensions einzurichten. Quentin zeigt mir mit einem Leuchten in seinen Augen, welche der neuen Projekte schöne Träume im neunten Grad bilden... Das sieht kleingriffig aus! Als Jurasaurier bin ich schwer beeindruckt. Beeindruckt war ich aber schon vor diesen Projekten allein von den klassischen Linien in St. Lèger. Manche haben eine richtige Strahlkraft. Edle Sinter in bestem Fels schlängeln sich durch wunderbare Überhänge und zeichnen die Linien vor. Die Face Est hat eine magische Anziehungskraft. Wuchtig und einladend zugleich. Aber es sieht auch immer wahnsinnig schwer aus. Die einfachste Linie wird durch eine wunderschöne Verschneidung vorgezeichnet. Diese teilt die Face Est in zwei Hälften. 'Dis moi qui tu hais et je te dirai qui tu suis 8a' sollte lange Zeit meine einzige erfolgreiche Annäherung an diese Wand bleiben. Jedes Mal, seit ich 2005 das Gebiet besuche, blieben meine Augen an dem Überhang rechts von 'Dis moi…' hängen. Die Mittelachse dieses Überhangs bildet eine traumhafte Linie, welche den sonderbaren Namen 'Abregenief' trägt. Eigentlich müsste es korrekt geschrieben 'Abrégé, Nief!' heissen. Die beiden ersten und wohlbekannten Erschliesser des Gebietes, Bruno Clement und Thierry Nief, lieferten sich über die Routennamen einen kleinen Schlagabtausch. So reagiert 'Abregenief' auf 'Le mari de la baleine' oder 'Clement, comme il respire' auf 'Thierry golé comme une baleine'… Unschwer zu erkennen, wer welche Routen einbohrte!

Nun aber hat diese wunderbar zu kletternde 'Abregenief' einen oder besser gleich mehrere Haken: sie hat über 30 Züge ohne Rastpunkt, ist über 30° steil und im Grad 8b, der mir für die jeweils kurzen Ferien grundsätzlich zu schwer ist. 2005 und 2009 widmete ich dem Climb jeweils einen Tag und musste ganz klar feststellen, dass ich darin heillos überfordert war. Zu physisch, zu anstrengend. Die Züge kamen mir zu boulderig vor. Die Runouts zu fordernd. Das Verdikt war zwar klar und doch war da jedes Mal, wenn ich unter der Route vorbeilief, das Gefühl, dass es das doch nicht einfach gewesen sein konnte.

Face Est
Also, was tun? Im Juni 2012 kam meine Kletterei für acht Monate zum Erliegen. Doch es war gut investierte Zeit: die Schulteroperation durch Dr. Christoph Wullschleger (Crossklinik) und danach die intensive spezifische Physio waren erfolgreich. Der Wiedereinstieg ins Klettern nach einer so langen Pause und als Mittvierziger bei mittlerweile sagenhaften 84 kg Brontosaurier-Lebendgewicht wie erwartet zäh. Doch beschloss ich mir Zeit zu geben und nichts zu forcieren. So beschäftigte ich mich zuerst mit der Balance der beiden Kraftakte Klettern und Arbeit – beide zeitintensiv, beide wie diametral entgegengesetzt und dabei sowohl energieraubend wie auch -spendend. Diese Auseindandersetzung kann ich mir leisten, habe ich doch die wichtigste Grundvoraussetzung, die es benötigt, bevor man auch nur einen Gedanken über das Verhältnis von fordernder Arbeit und Klettern am Limit verschwenden kann: eine wunderbare Beziehung, ein ungetrübtes Familienleben und zurzeit keine finanziellen Sorgen. Es gibt genügend sportpsychologische Bücher, deren Inhalt sich mit diese letztgenannten drei Faktoren als Motivations- und Leistungskiller auseinandersetzt. Dazu muss man kein grosse Psychologe sein. Da kann man nämlich leicht an sich selbst feststellen…

Der Turnaround im Klettern deutete sich in Flatanger und dann in der Gorges an. Im Herbst 2013 war ich soweit mir ein Projekt zu geben, das mehr als nur das übliche Probieren und Einstudieren der Züge bis hin zum Durchstieg darstellen sollte. Ein Projekt, über das ich mich an etwas Neues herantasten wollte, welches mein Klettern verändern sollte. Nach bereits 32 Jahren Klettern eine neue Stufe des Könnens mit eigener Dynamik zu erreichen. Ein Projekt als Meditation, um Klettern neu zu begreifen sowie Lehren und Erkenntnisse daraus zu ziehen. Die Anstrengung des Kletterns in ein gesundes Verhältnis zur fordernden Arbeit zu stellen. Ich habe erkannt, wie gefährlich es für Geist und Körper sein kann, sich an einem Projekt unter dem Motto 'Viel hilft viel' und 'Von Nichts kommt nichts' vollkommen aufzureiben.

Face Est
Als Projekt fiel die Wahl auf 'Abregenief'. Martina und ich besuchten nach ein paar Jahren endlich wieder einmal St. Lèger und wir erkannten, wie wohl wir uns dort fühlen. So nahmen wir uns vor, im Winter und Frühling jeweils ein weiteres Mal das Gebiet zu besuchen. Ideale Voraussetzung auch, um am Projekt dran bleiben zu können. Die erste Bouldersession überforderte mich völlig, was nicht überraschend kam. Es gibt für mich nichts das im Klettern mehr fordern könnte als boulderige Resistance in übersteilem Gelände... Doch ich lernte, was mir an körperlichen Voraussetzungen fehlte. Aber vor allem, was ich im Kopf können musste, welche Konzentration, welche Taktik nötig waren. Die Informationen brachte ich nach Hause und übertrug sie auf den Plastik des B2. Was ich diesen Winter in der Boulderhalle alles trieb, mag unbedarften Beobachtern sehr seltsam vorgekommen sein. Normales Bouldern oder gewöhnliches Trainieren war das nicht. Ich erfand mir eigene, der Anforderung der Route spezifische Übungen. Meine Philosophie dabei ist, dass Klettern derart komplex ist, das es keinen Sinn macht nur eine Einzelkraft zu trainieren. Jede Übung muss hochkomplex in der Bewegung sein. Der Reiz sollte jede Faser des Körpers in einer spezifischen Bewegung ansprechen. Und das bei hoher Wiederholungszahl. Resistance zu bekommen war das erklärte Ziel. Um das Felsgefühl nicht zu verlieren, hatte ich die wundervollen Projekte in der Gorges… Nach zwei Monaten dieses Geduldspiels (Training ist nichts anderes…) hörte ich zwei Wochen vor dem Trip nach St. Lèger damit auf, um Körper und Geist genügend Erholung zu gewähren, auch in der Hoffnung, den Leistungspeak erst zum Beginn des Trips zu bekommen. Bis dahin boulderte ich nach Lust und Laune und spürte bereits, dass sich etwas verändert hatte.

Anfang März fuhren wir nach St. Lèger. Besser sollte ich sagen: Martina fuhr nach St. Lèger, ich zur 'Abregenief'. Dieser Climb sollte für mich nun so etwas wie eine Prüfung darstellen. Ich wollte mir aufzeigen, ob ich nach 32 Jahren Klettern doch noch etwas gelernt habe. Eine Prüfung, um wie im Karate oder Judo die Stufe des Dan zu erreichen. Über mich richteten keine Jury oder Dan-Meister, sondern die Schwerkraft. Sie würde mir in der Route Grenzen setzen, falls ich nicht genügend vorbereitet wäre. Aufgeregt war ich schon. Aber ich wurde belohnt. Belohnt mit einer der schönsten Powerklettereien, die man sich vorstellen kann und von der ich einst glaubte, dass diese nur den Mutanten unter den Kletterern vorbehalten sei.

Abregenief Tiefblick - Traumsinter...
Ich bin immer noch kein Mutant, aber ein Jurasaurier, der weiss, dass man Träume verwirklichen kann, wenn Körper und Geist im Einklang sind. Was nicht ein esoterisches Gequatsche ist, sondern einfach bedeutet, dass der Wunsch im Geiste durch eine individuelle, spezifische Vorbereitung des Körpers realisierbar ist. Allgemeine Trainingslehre und sonstige Konzepte aus der Schublade nützen nichts. Das Wie ist dabei entscheidend, wie man sich auf etwas einlassen möchte. Und das muss man ganz für sich selbst und alleine herausfinden. Das Rezept per se gibt es nicht. Aber das ist ja das Wunderbare dabei, wenn man seinen eigenen Pfad der Erfahrung geht und Erkenntnisse daraus zieht. Dies zwar stets im Wissen das es Grenzen gibt, denn es wird nicht unendlich weitergehen. Aber ich habe wieder einen Zipfel und einen Moment in meinem Kletterleben gepackt, welche mir Türen öffnete, die ich als mir verschlossen glaubte. Nur weil ich zu bequem war oder vielleicht zu wenig Vertrauen in mich und die Kunst des Kletterns hatte. Aber es geht. Es lohnt sich, es auszuprobieren…

Dass der Weg über 'Abregenief' keine Eintagsfliege war, konnte ich mir gleich im Anschluss bei einem weiteren Kurztrip mit Christoph deutlich machen, als ich in der mir liebgewonnenen Face Est die benachbarte 'Le Placard' auch noch ziehen konnte. Was für Hammerclimbs in dieser Wand. Klettern ist wundervoll…