Tuesday, June 27, 2017

Chris on Instagram

von Chris


Ich nehme Abschied von 'verticalsoul'.
Wer mir weiterhin folgen möchte, kann dies auf Instagram unter chrisfrick_


I've decided to leave 'verticalsoul'.
Follow me on Instagram under chrisfrick_

Monday, May 1, 2017

Voie normale, Le Schilt

von Markus

Weshalb wohl war ich noch nie am Le Schilt? Ganz einfach! Meine durchtrainierten Sportkletter-Beine stehen einen Aufstieg von mehr als 15 Minuten sowieso nicht durch! Ich bin ja Sportkletterer...nicht Sportwanderer..... :-)

In der letzten Zeit war ich häufig im "Jura bernois" unterwegs und ich werde noch viele Male in diese wunderschöne Ecke der Schweiz fahren. Die nach langen Jahren des Wartens seit Ostern 2017 nun vollständig fertig gestellte und eröffnete A16 erleichtert das Hinkommen enorm. Gut - das kurvige Laufental mit gefühlt 1000 engen Kurven muss zuerst durchlitten werden, bevor der Rausch der Geschwindigkeit von einem Besitz ergreifen kann.

"Voie Normale" am Le Schilt. Die Route führt an der rechten Kante des Pfeilers hoch

Am Samstag, 29. April 2017 hat es mich dann doch noch an Le Schilt verschlagen. Im Kletterführer steht, dass der Anmarsch bis zur "Voie normale" 40 Minuten dauert. Ich kann das jetzt bestätigen, es ist so. Der Weg ist gut mit Ketten ausgerüstet, sodass ein gefahrloses Steigen nach oben problemlos möglich ist und auch den Abstieg erheblich vereinfacht.

"Voie normale" - schon allein der Name ist speziell. Normalerweise bekommen solch schöne Anstiege ganz intensive Namen mit den Worten "spéciale" oder "grand" oder sonst etwas ganz Speziellem. Doch die Route heisst einfach "Voie normale". Im Maurice Brand-Führer ist notiert:

Beschreibung der "Voie normale" im Kletterführer von Maurice Brand

Auf dem Bild ist unschwer das Datum vom 1. Mai 1974 zu erkennen. Die Geschichte zu diesem Datum kenne ich in der Zwischenzeit und es ist eine wahnsinnig tolle und ganz speziell lustige Geschichte. Aber es ist nicht meine Geschichte, sondern eine Geschichte von Richi. Er hat die "Voie normale" fast auf den Tag genau 43 Jahre später nochmals geklettert, dieses Mal im Vorstieg und ohne Bollerschuhe. Die Geschichte selber allerdings, die kann ich hier nicht erzählen, denn es ist seine Geschichte.

Und weiter ist zu lesen (so viel französisch verstehe selbst ich noch), dass es "la plus belle escalade libre du Jura" sei.

Es ist ein traumhaft schöner Tag mit wolkenlosem Himmel und allem drum und dran um wirklich schöne Erinnerungen an eine Kletter-Tour zu bekommen
  • Tour: Voie Normale
  • Erstbegangen: 1946 von R. Monney, M. Perrenoud, R. Perrenoud und J.-C. Zürcher
  • Schwierigkeit: 5a - 5c+
Richi in Seillänge 1
Seillänge 1: 

Im Kletterführer ist notiert, dass die Route "malheureusement patinée" sei. Und tatsächlich - an den schwierigen Stellen ist es unüberseh- und auch spürbar, dass wir nicht die ersten Kletterer in der Tour sind. Da gilt es dann einfach, sich ganz auf das Klettern zu konzentrieren und keine groben Schnitzer zu machen. Wobei es im Pelzli oder am Bärenfels Routen gibt, die bedeutend mehr "patinée" sind. Es ist keinesfalls ein Grund, diese Route nicht zu klettern. Die Bohrhaken sind gut gesetzt, die Seillänge kann mit "gut" gesichert bewertet werden.









Seillänge 2 - phantastische Moves in bestem Fels. Herrlich!
Seillänge 2:

Der Traum eines jeden Kletterers. Wunderbare Moves, gut gesichert, viel Luft unter den Sohlen, gute Griffe, gute Tritte - schlicht alles, was des Kletterers Herz begehrt. Diese Seillänge lässt das "patinée" der ersten Seillänge vergessen. Es ist eine traumhaft schöne Seillänge - exzellent!

Aufstieg zum Gipfel
Seillänge 3:

Schönste und steile Kletterei exakt auf des Pfeilers Kante mit noch mehr Luft unter den Sohlen. Klettern der Extraklasse. 

Der Abstieg ist einfach zu finden und nun auch mit Ketten gesichert. Das entschärft den steilen und rund 15 minütigen Abstieg zum Einstieg enorm. 

Idee: Wenn noch genügend Zeit und noch mehr Lust zum Klettern vorhanden ist, so kann ich die Route "Petit Pilier" wärmstens empfehlen. Ich habe noch nie eine derart schöne 6a geklettert. Es wartet verdonesquer Fels!


Arête spéciale, Moutier

Von Markus

Arête spéciale in Moutier
Karfreitag 2017. Was mache ich bloss an Karfreitag. Klettern? Eigentlich schon. Nichtstun? Noch besser. Doch der Wetterbericht sagt trockenes Wetter für Karfreitag vorher. Etwas tun? Doch nichts tun? Oder doch etwas? Und wenn etwas – was?

Frisch gewagt ist halb gewonnen! Auf eine Anfrage zum gemeinsamen Klettern kommt ein riesengrosses "JA!" zurück und ich freue mich sehr für die Zusage.

Route: Arête spéciale in Moutier, erstbegangen 1945 von Willy Zimmermann und Otto Gerecht

Schwierigkeit: 5c+
Team: Lia, Tobias (mein Neuveux) und ich

Für Lia ist es die erste Mehrseillängen-Tour und sie weiss nicht so recht, worauf sie sich einlässt. Doch – so meine tiefe Überzeugung – Tobias wird ihr schon zu ihrem Glück verhelfen!

Lia in Seillänge 3
Tobias hat mich schon einmal durch die Route begleitet. Das war schätzungsweise vor 17 Jahren.
Tobias konnte mich seinerzeit noch nicht sichern, er brachte definitiv zu wenig Gewicht auf die Waage und wie das mit dem Sichern ging - nun ja - das ist ein anderes Thema. Bei der Repetition der Tour fühlte ich mich jederzeit bestens gesichert und versorgt!

Der Plan geht auf. Wir haben den "Spez" für uns alleine und können uns alle Zeit der Welt nehmen. Keine Hektik, kein Stress, Spass pur. Das Wetter ist bestens, die Bedingungen sind unschlagbar gut. Das wissen auch die Motorrad-Fahrer zu schätzen, die uns mit dem wohligen Klang ihrer Auspuff-Rohre bis ganz hoch zum Ausstieg mit Sound versorgen. 

Ein herrlicher Tag, ein herrliches Erlebnis, eine herrliche Route und unübertroffen liebe Freunde begleiten mich über diesen edlen und immer wieder schönen Grat.

Das Karfreitag-Arête-spéciale-Dream Team (Tobias, Lia, Markus)

Monday, April 17, 2017

Face de Plagne, Plagne

von Markus
Zweite Seillänge - fantastische 5b+
Es ist Samstag, 1. April 2017. Wohin des Weges? Bereits am Freitagabend telefonieren Richi und ich und haben nicht den Hauch einer Idee, wohin wir am nächsten Tag klettern gehen sollen. Richis pragmatischer Ansatz grenzt denn auch schon an Genialität. Er meint: "Wenn die alten Männer schon nicht wissen, wohin sie klettern gehen wollen, dann sollen sie doch einfach mal das ganze Material mitnehmen!“

So packe ich am Samstagmorgen mein 70-Meter Seil ein. Ich packe mein 80-Meter Seil ein. Ich packe alle Express und alle Sicherungsgeräte ein. Ich packe die warmen Kleider ein. Wie ich so auf den Rucksack schaue, bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich nun nicht den Rucksack für eine viermonatige Reise ans Ende der Welt gepackt habe oder nicht. Und schwer ist das Teil auch noch, und wie.

Pünktlich um 11 Uhr treffen wir uns auf P Angenstein und wissen exakt nicht, wohin wir klettern gehen sollen. Richi hat auch noch ein
Seillänge 3 - exzellente Kletterei in bestem Fels
Seil mit dabei - 50 Meter lang, 8,5 Millimeter im Durchmesser – ein geniales Stück Ausrüstung! Aus Sicht des Materials könnten wir nun doch 5 Monate nach Patagonien gehen - oder noch länger. Die Frage bleibt: wohin des Weges?

Plötzlich - wie ein Blitz aus heiterem Himmel - die zündende Idee: Bielerwand in Plagne. Im ersten Moment sagt mir das nicht so viel. Auf dem Weg nach Plagne dämmert es mir langsam. Das ist doch die Wand, durch die ich mit allergrösster Mühe und hilfreicher und sehr starker Hand von Chris "geklettert" bzw. hochgezogen worden bin?

Die Erinnerung an die Wand ist gut, damals stand das Abenteuer ganz oben auf der Liste. Mit zunehmendem Alter nehme ich etwas Abstand von den sehr wilden Abenteuern und verlagere den Sinn meines Tuns hin zu Genuss.

Wir parkieren das Auto, steigen aus und die Sonne wärmt herrlich. Soll man überhaupt eine
Zeitzeuge von 1955 - selbst geschmiedet!
Jacke mitnehmen? Der eiskalte Windstoss Sekunden später lässt die Entscheidung leicht fällen und der aufkommende bissige Wind lässt es nicht zu, dass sich während des Marsches zum Ausgangspunkt Schweiss bildet.

Der Wind frischt noch etwas mehr auf und nach einem letzten Becher heissem Tee heisst es  „Action“! Und siehe da – der Abstieg zum Einstieg lässt gute Erinnerungen an einen wunderbaren Tag zusammen mit Chris wach werden und nach wenigen Minuten stehen wir bereits am Einstieg von „Face de Plagne“. Die Wand präsentiert sich in bestem Zustand, kein Wunder, hat es doch seit Wochen nicht mehr geregnet.

Die Route wurde 1955 von Paul-Henri Girardin erstbegangen und ein halbes Jahr später kletterte er solo durch die Wand. Chapeau. Es ist die erste Route, welche an den Rochers de Plagne eröffnet wurde, ein Ultraklassiker also. Geboten und gefordert wird in der Route alles: Athletik, Technik, Steilheit und ganz viel Luft unter den Sohlen. Herrlich!

Prädikat: sehr lohnend

Für mich ist klar, dass ich sicher noch manches Mal an die Face de Plagne kommen werde um all die Klassiker zu klettern. Das wird eine wunderschöne Zeit werden....

Sunday, January 8, 2017

Meister Franz, Brüggler

von Markus

Der Brüggler
Weihnachten 2016 sind vorbei. Für mich ist es klar, dass ich im Alten Jahr zur Arbeit gehe. So ist es geplant, so möchte das mein Arbeitgeber und so ziehe ich es auch durch. So ist der Plan. Am Dienstag, 27. Dezember fahre ich denn auch artig mit dem Zug nach Bern und treffe 2 Leute im Grossraum-Büro. Nach ca. 1 Stunde sind wir dann schon genügend Leute um einen Jass klopfen zu können. Draussen ist herrliches Wetter. Eigentlich müsste ich draussen klettern. Eigentlich. Am 28. Dezember fahre ich wieder ins Büro nach Bern. Etwas stimmt einfach nicht und ich weiss auch genau was.

Am Donnerstag, 29. Dezember um 9 Uhr treffe ich Richi in Oberwil. Zusammen fahren wir an den Brüggler. 1980 war ich das letzte Mal zusammen mit Roland S, Olivier T. und Peter R. am Brüggler. Wir kletterten seinerzeit durch die „Kleine Verschneidung“. Diejenigen, welche sich die Mühen des Lesens meiner etwas lang geratenen Blog-Einträge auf sich nehmen wissen, welche Bedeutung dieser Tag hat. Unbeschreiblich viel! Richi. Brüggler. Etwa 1976. Der Blog-Eintrag heisst: In die Vergangenheit und zurück

Das Thermometer im Auto zeigt minus 2 Grad. Es ist kalt, auch ich ziehe die langen Unterhosen an. Einmal mehr ist am Himmel keine Wolke zu sehen, die Sonne lacht von einem stahlblauen Himmel. Wir packen die Rucksäcke und starten mit dem Aufstieg. Eine Stunde wird dieser dauern. Das hat mir Richi versprochen. Der Aufstieg dauert exakt eine Stunde. Das geübte Auge von Richi erkennt schon von Weitem, dass auch viele andere Leute das prachtvolle Wetter für eine Tour am Brüggler nützen.

Richi hat sich für den Klassiker "Meister Franz" entschieden, eine Route, welche von Franz Anderrüthi erschlossen wurde. Auf Wikipedia steht folgendes zu Franz:

Pionier des Extremkletterns in der Schweiz
Legendär sind seine Haken mit dem Initial FA, die man noch heute auf klassischen Routen findet.

Eine dieser wunderschönen Seillängen!
Vor dem "must have climbed once in a lifetime" Quergang in der 5. Seillänge (Danke Richi)
Und tatsächlich. Während der fantastischen Kletterei durch "Meister Franz" finden sich solche Originale! Irgendwie macht es mich stolz und glücklich, dass ich auf den Pfaden von Franz klettern kann. Und immer wieder erinnere ich mich an 1976. Ich habe es nie zu erträumen gewagt, auch nur einmal mit meinem Idol aus jungen Jahren am Brüggler zu klettern. When a dream comes true! 

Les Sommêtres


An Silvester gehen wir zusammen an Les Sommêtres bei Le Noirmont klettern. Bestes Wetter, bester Fels, beste Bedingungen, beste Klettereien und eine Fahrt durch den wunderschönen Jura runden das Jahr 2016 vollkommen ab-


Saturday, January 7, 2017

Eulengrat, Solothurner Jura

von Markus

Es ist schon eine Weile her, seit ich über den Eulengrat im Solothurner Jura geklettert bin. Geblieben ist mir: unerträglich heiss, unerträglich schwerer Rucksack, nicht enden wollender Abstieg quer durch den Wald. Schweissnass. Ein schreckliches Mühsal. Was der Eulengrat sonst noch zu bieten hat, ist im Dunkel des Vergessens verschwunden.

Es ist der 10. Dezember 2016. Zusammen mit dem jungen Jura-Saurier möchte ich nach dem Abenteuer an der Roggenfluh und der Egerkinger Platte nochmals eine Mehrseillängen-Tour im Jura unternehmen. Mir sind schon lange die Ideen ausgegangen, umso glücklicher bin ich, dass Chris die Lösung kennt und sich für den Eulengrat entscheidet. Euphorie ist anders, doch bin ich der Meinung, dass jeder eine zweite Chance verdient - auch der Eulengrat.

Auf der Nordseite des Jura scheint die Sonne von einem stahlblauen und wolkenlosen Himmel. Es wird ein guter Klettertag werden. Glücklich und zufrieden fahren wir von Basel in Richtung Belchen-Tunnel. Keine Wolke ist am Himmel zu sehen. Wir fahren durch den
Beim Parkplatz
Tunnel und erschrecken - dichter Nebel. Sollen wir es trotzdem wagen? Die grauen Hirnzellen werden angestrengt und es wird gerechnet. Der Einstieg zum Eulengrat liegt bei knapp 900 Meter über Meer. Die vom Wetterdienst angesagte Nebelobergrenze liegt bei knapp 900 Meter. Eigentlich sollte es gehen. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt! Die Nebel liegt dick und zäh über dem Mittelland. Wird unsere Rechnung aufgehen?

Auf dem Weg zum Parkplatz wird der Nebel noch dichter, wir sehen kaum die Hand vor den Augen. Wir parkieren das Auto, steigen aus und klirrende Kälte empfängt uns. Doch – was sehen wir da? Wir sind offenbar an der Nebelobergrenze angekommen, die Rechnung ist aufgegangen. Zusammen mit Chris verbringe ich einen wunderbaren Tag im Solothurner Jura. Es ist niemand weit und breit zu sehen, es ist herrlich ruhig. Bevor wir den Eulengrat angehen, klettern viele kurze und gut abgesicherte Routen. Die Sonne wärmt angenehm. Es ist der herrliche Tag hoch über dem Nebel, den wir uns erhofft haben. Der Eulengrat selber gibt sein Bestes und nutzt seine zweite Chance.

Einklettern vor dem Abenteuer am Eulengrat (Danke Chris)

Freude herrscht.... (Danke Chris)







Schönheit, wie sie nur die Natur zustande bekommt (Danke Chris)

Wednesday, January 4, 2017

Pelzli - not so new but still news

by Chris

Just a short one with an update from the grand old dame Pelzli... a limestone crag in the Basler Jura with a history that lasts over a century!

Sector 'Westliche Mättelifelsen' 

Some time a ago I've rebolted two very good routes that have almost been forgotten due to their bad state of bolts and non-existing belays. The extremely good 'Boulderweg' from 1982, opened up by the then young Dominik Egloff. And 'Würfelspiele' (engl. 'Dice Games'), an very short but yet interesting boulder in incredible good rock, opened up by Wenzel Vodicka in 1986. Inbetween I've bolted the new 'Vergissmeingwicht' (a not tranlateable word game in german...) with a cool bouldery start and technical moves in the middle part. It joins the final flake of 'Boulderweg'.


Left        Würfelspiele 7b+
Middle   Vergissmeingwicht 6c
Right      Boulderweg 6b

In the left pic the obviously old scrap...

There's more...

Left picture below: Face to face of 'Moserkante' and 'Grümschelli-Highway' on the 'Bärenwirt' there is a free standing face that now hosts 'Finger in der Steckdose' (engl. 'Fingers in the socket'). The peculiar routes name refer to the strange two-mono-finger-socket-type-hold in the crux. It's full of interest and not that easy. I propose 7b+. Is that correct?


Right picture above: Right of the famous 'Händli-Versteck-Wändli' there is an overhanging corner in best solid rock. I've bolted this one and expected it to be untouched. Some weeks later I've heard it has been climbed as a Highball more than a decade ago by Michi Steimle Richi. Sorry, I didn't knew that. There should be more infos about such already existing lines. Unfortunately there are none. The debate is open and maybe will never lead to a conclusion, wether such a line should ever be bolted (in an area with already mostly bolted routes) to be accessible for many or if it should be left as a monument of the braveness of a few. And should a route like this getting dismantled because of it's historical origin? Now it's there... and what will happen? To point out the difference of the two, I've baptised it 'Cocoon Chanel' because of a move where you shrink yourself around the corner like a cocoon, versus it's Highball-Name 'Zecke' (engl. 'Tick'). (Addition April 2017) Taking in account the comments of Richi, he doesn't agree and wishes back it's Highball-Name.

Absolutely a climb of it's own is the blank looking face with it's excellent, albeit smeary rock. A bolt has been set by Thomas Kraus in 1987 to work it on toprope. But he wasn't sure about the line and where to go, put off the bolt and left it aside. I've now set three bolts plus belay and the line follows a bit on the right (right hand on the right corner) but goes left into the face to the second bolt, wich is a very hard clip, and then leads straight to the belay. Nice open pinches and pockets create a cool little and balancy climb. It's called 'Die finschderi Sytte' (engl. 'The dark side') and I'm not sure if it deservers to be 7c. Could be easier or even very much harder... I have no clue. The longer I climb (now more than 35 years) the worse my abilities to rate a climb with a grade...

Pictures below: 
Left: Jürgen ist going for the crux on 'Cocoon Chanel Zecke 6c'.  
Right: My backside well visible in the bouldery 'Die finschderi Sytte 7c'.